Facebook und Co. Werbeanzeigen schaden der europäischen Wirtschaft? Von Zertifikaten über Experten.

Bei der Gründung und Erstellung des Businessplanes von Brandog.me haben wir eine Marktanalyse und Potenzialanalyse durchgeführt. Wir haben uns mit Werbeanzeigen auseinandergesetzt und die verschiedenen Social Media Plattformen verglichen. Hierbei sind uns erschreckende Informationen und Statistiken untergekommen. Unsere Gedanken dazu müssen wir unbedingt mit euch teilen.




Werbeanzeigen auf Facebook und Co. Werbeanzeigen zu erstellen benötigt viel Wissen und ein gutes Händchen dafür. Mit etwas Übung und unter bestimmten Voraussetzungen können diese durchaus Sinn ergeben und den Umsatz erhöhen.


Folgende Voraussetzungen empfinden wir für sinnvoll:

  1. Du bist mit deinem Unternehmen in Europa gemeldet und zahlst somit Steuern, die den Aufbau und den Erhalt deiner Region unterstützen

  2. Du hast ein Produkt oder eine Dienstleistung, welche du hauptsächlich an außereuropäische Kunden anbietest

  3. Du hast pro Woche 5.000 neue Websitebesucher

  4. Du weißt genau wie du deine Zielgruppe eingrenzen und erreichen kannst.

  5. Du erziehst mit deinen Anzeigen eine reale ROI von mindestens 1:5


Erfüllt man diese Voraussetzungen, überweist man sein Werbebudget ins Ausland (nicht EU) aber gleichzeitig erhält man dadurch wieder genug Umsatz, welcher in den europäischen Wirtschaftsraum einfließt. Dies ist ein gesunder Kreislauf der finanziellen Mittel.


Doch leider tritt dieser Fall viel zu oft ein:


  1. Du bist mit deinem Unternehmen in Europa gemeldet und zahlst somit Steuern für den Aufbau und den Erhalt deiner Region.

  2. Du hast ein Produkt oder eine Dienstleistung, welche du in Europa anbietest.

  3. Du hast noch keine 5.000 Websitebesucher pro Woche.

  4. Du kennst dich nicht sonderlich gut mit Social Media, den Anzeigenmanager oder gewissen Methoden aus. Die Facebook Blueprint Zertifizierung ist dir vollkommen fremd.

  5. Du weißt nicht, dass es den Facebook Business Manager gibt, mit dessen Hilfe du alles ganz leicht selbst testen kannst.


Leider trifft das auf viele europäische Selbstständige zu. Oft suchen diese nach schlechten Erfahrungen und misslungenen Investitionen, nach Rat bei den Experten.

Doch wer ist denn nun wirklich Experte und wer nicht? Bei der Masse an Angebot, die wir haben, ist das oft schwer zu durchschauen und es werden viele leere Versprechen gemacht.

Foto von Ekrulila von Pexels

Um etwas Licht ins Dunkle zu bringen, gibt es wie in vielen anderen Branchen auch, spezielle Zertifikate um sein Können als Experte zu beweisen.

Wie man zu so einem Zertifikat kommt? Beispielsweise durch Facebook! Facebook nennt es die "Facebook Blueprint Zertifizierung". Viele Experten profilieren sich damit. Wie viel dieses Zertifikat nun über das Können aussagt, sei mal dahingestellt.


Es gibt selbstverständlich viele verschiedene Auszeichnungen. Für manche benötigt man bereits Programmierkenntnisse, für andere reichen ein paar Tutorial Videos mit anschließenden Multiple Choice Tests.


Wir haben selbstverständlich den Selbsttest gemacht und sind schockiert wie einfach man schummeln und betrügen kann. Aber sind wir mal ehrlich, Facebook wird es egal sein, ob du bei dem Test schummelst oder nicht. Sie wollen im Endeffekt eines: dass Werbung geschaltet wird.


Denn durch dieses Geschäftsmodell machte die Facebook, Inc. im Q4 2019 ca. 20.736.000.000 $ Umsatz und ein + von 25 % im Vorjahresvergleich. Im gesamten Jahr 2019 kam es zu ca. 69.655.000.000 $ Umsatz mit einem + von 27 % im Vorjahresvergleich.


Auch in Krisenzeiten wie Corona scheint es, als würde Facebook umsatztechnisch keine Einbrüche haben. Denn sie machten alleine im Q1 2020 mit den Werbeanzeigen einen Umsatz von 17.440.000.000 $ und mit einem + von 17 % im Vorjahresvergleich. Aus dem Bericht kann man sehr leicht rauslesen wie viel % an Steuern sie zahlen und die liegen im Q1 2020 bei nur 16 % mit einem - von 14 % im Vorjahresvergleich.


Ich denke, so einen Steuersatz wünscht sich jeder!


Also was ist nun unser Fazit?


Facebook holt sich durch seine Zertifikate Verkäufer, welche für ihr Produkt (Werbeanzeigen) werben. Da diese Verkäufer für das Werben von Werbeanzeigen allerdings kein Gehalt bekommen, müssen sie für ihr von Facebook erlerntes Wissen (das richtige schalten von Werbeanzeigen) vom Kunden Geld verlangen.


In diesem Fall zahlt ein Kunde, der einen Experten beauftragt, das Gehalt des Verkäufers, oder die Arbeitszeit und die Investitionssumme für die Anzeige.

Für uns wird hier eines klar: Für den Endverbraucher scheint dieser Weg nicht sehr sinnvoll.


Dennoch gehen viele Unternehmer diesen Weg und können sich dadurch nicht nur selbst, sondern möglicherweise auch der europäischen Wirtschaft schaden. Eine Firma kann durch falsch investierte Werbeanzeigen hohe Verluste erleiden!

Doch dies wird auf den ersten Blick nicht immer gleich erkannt. Warum ist das so?

Wir haben Detektivarbeit geleistet und haben festgestellt, dass die Facebook-Auswertungen immer von den Google Analytics Werten abweichen (Bei unseren Tests ca. 8-10 %).

Diese Abweichungen fielen immer zugunsten von Facebook aus.


Der simple Bericht könnte wie folgt aussehen: Es wurden 10.000 € Werbebudget in eine Kampagne investiert und ein Umsatz von 30.000 € erzielt.


Wow 😮 auf den ersten Blick ist das doch super, oder? Doch jetzt kommt das große Aber. Rechnen wir doch mal schnell, was unter dem Strich übrig bleibt.

Umsatz 30.000 € -Budget für Ads 10.000 €

Zwischensumme 20.000 €

-Expertenhonorar* 1.000 €

-Waren Einsatz 15.000 €

-Exklusiver Hochwertiger Content 800 €

Zwischensumme 3.200 €


*ca. Durchschnitt aus diversen Angeboten, gerundet.


Dieses Beispiel gilt für Unternehmen, welche mit Produkten arbeiten.

Bei Dienstleistungen fällt selbstverständlich der Wareneinsatz aus.

Dennoch kommen Kosten ins Spiel wie Zeitaufwand, Ausbildungen, Zertifikate, Kurse u. v. m.


Bei unserem Beispiel bleiben schlussendlich 3.200 € übrig. Man sieht also schnell, wenn keine ROI (Return of Invest) von mindestens 1:5 rauskommt, sind Ads ein Verlust.


Noch dazu vergessen viele den sozialen Teil bei der Werbeschaltung. Schlecht durchdachte Werbeanzeigen, welche den Nutzer nicht ansprechen, können diesen sogar nerven und verärgern. Das Unternehmen bleibt negativ im Gedächtnis. Niemand möchte eine irrelevante oder unangebrachte Werbung in seinem Feed haben. Am liebsten wäre den meisten Nutzern gar keine Werbung beim scrollen.


Foto von Lukas von Pexels

Und genau die Sorte von Werbeanzeigen können den europäischen Wirtschaftsraum schwächen.


Wir sehen uns nun als Österreicher und Europäer dazu verpflichtet, dies zu unterbinden und unsere heimische Wirtschaft zu stärken. Daher haben wir mit den besten internationalen online Marketer und Programmierern lange an Strategien, Konzepten und einzigartigen Arbeitsabläufen gearbeitet, um die außereuropäischen Plattformen für unsere Zwecke zu nutzen.


Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der wichtigste Part um auf Social Media erfolgreich zu sein, der soziale Part ist. Leute interessieren sich eher weniger für Werbung, sondern mehr für interessanten und ansprechenden Inhalt und direkten Kundenkontakt. Als Unternehmen möchte man einen sympathischen Auftritt hinlegen und beim Kunden in Erinnerung bleiben.


Hand aufs Herz, was würde dich mehr beeindrucken? Die nächste Werbung beim scrollen, oder ein netter Kommentar eines/r Angestellten von einem schönen Account?


Wir sind gespannt auf eure Meinungen und wünschen euch bis dahin viel Erfolg!






Quellen:

Facebook Zertifikate: https://de-de.facebook.com/business/learn/certification

Facebook Gratis Schulungen: https://de-de.facebook.com/business/learn#

Facebook 2019 Abschlussbericht: https://s21.q4cdn.com/399680738/files/doc_financials/2019/q4/FB-12.31.2019-Exhibit-99.1-r61_final.pdf

Facebook Q1 2020 Bericht: https://s21.q4cdn.com/399680738/files/doc_financials/2020/q1/Q1'20-FB-Financial-Results-Press-Release.pdf